Hundeversität

Individuelles Hundetraining

Tina Tschürtz
http://www.hundeversitaet.de

WELPENKURS



In diesem Kurs geht es um die Grundlagen des Trainings. Der richtige Aufbau der Übungen wird im Einzeltraining schrittweise erklärt. Es bleibt genügend Zeit für individuelle Fragen, wie Stubenreinheit, Alleinelassen, Setzen von Verboten und Grenzen, Fütterung und alle anderen Fragen rund um den Welpen.



Zum Thema "Welpenspielgruppe - ja oder nein" gibt es einige neue Erkenntnisse, die sich auch mit meinen Erfahrungen decken. Ich rate generell von dem Besuch einer Spielgruppe ab. Gründe hierfür gibt es mehrere:

1. In der Lerntheorie ist man sich darüber einig, daß neue Inhalte anfangs unter wenig Ablenkung eingeübt werden sollen. Daher findet der Aufbau der Signale bei uns im Einzeltraining statt.
2. In der Stadt sind Hundekontakte mehr als reichlich gegeben. Zur Sozialisierung eines Welpen mit anderen Hunden reicht der Kontakt mit 1-2 Hunden unterschiedlichen Alters pro Tag vollkommen aus.
3. Wenn die erste Erfahrung eines Welpen mit anderen Hunden die ist, eine riesige Party zu feiern, fällt es dem Hund später viel schwerer sich trotz Anwesenheit anderer Hunde auf seinen Menschen zu konzentrieren.
4. Selbst bei gut geführten Welpengruppen besteht die Gefahr, daß der Hund grobes Spielverhalten lernt. Die Großen kommen auf den Geschmack Kleinere zu überrennen. Die Kleinen lernen aus Überforderung das Zähnezeigen und Abschnappen. Häufig wird in den Welpenspielstunden der Grundstein für das Mobben anderer Hunde gelegt. Dies sind alles mögliche Nebenwirkungen der Spielgruppen.
5. Selbstverständlich haben Welpen Spaß beim Kontakt mit Gleichaltrigen. Unnatürlich ist allerdings, unterschiedliche Welpen, die nicht miteinander verwandt sind und physisch so wie psychisch sehr verschieden sind, zu einer "Party" zusammenzubringen.

Seit 2009 gibt es in der Hundeversität keine Welpenspielgruppe mehr. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Hunde aus dieser Generation wesentlich ruhiger im Umgang mit anderen Hunden sind und sich in den Gruppenstunden besser konzentrieren können. Auch die Kontaktaufnahme oder das ruhige Vorbeigehen an Fremdhunden im Alltag gestaltet sich gelassener.

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